Stillförderung Schweiz

Aktuelle Informationen

Wettbewerb

Nehmen Sie teil an unserem Wettbewerb und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein für unseren Shop im Wert von CHF 50.00 (keine Barauszahlung). Teilnahmeschluss: 31.12.2019.

Dezember 2019

Am 17. November ist Welt-Frühgeborenen-Tag

Der Welt-Frühgeborenen-Tag möchte über Landesgrenzen hinweg Frühgeburt und ihre Folgen thematisieren. Rund eines von zehn Kindern wird zu früh geboren. Damit sind Frühgeborene die grösste Kinderpatientengruppe. Jährlich machen am 17. November Elternvertreter auf die Belange von Frühgeboren und ihren Familien aufmerksam.
Muttermilch ist für Frühgeborene besonders wichtig: Sie kann ihnen dabei helfen, Entwicklungsrückstände auf termingerecht geborene Babys aufzuholen.
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November 2019

 
 

Voten von Nationalrätin Yvonne Feri und Bundesrat Alain Berset
zur Motion 17.3661: Werbebeschränkungen für Säuglingsanfangs- und Folgenahrung

Nationalrätin Yvonne Feri:


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"Mit dieser Motion stellen wir sicher, dass das bestehende Werbeverbot für Säuglingsmilch nicht umgangen werden kann. Die Motion verlangt, dass die Werbebeschränkungen für Säuglingsanfangsnahrungen auf Folgenahrungen bis zum Alter von 12 Monaten ausgedehnt werden. Zur Klärung der Begriffe: Anfangsnahrung kann während des gesamten ersten Lebensjahres gegeben werden. Folgenahrung kann - muss aber nicht - nach sechs Monaten gegeben werden. Beide sind Muttermilchersatzpräparate.

In der Mitte des letzten Jahrhunderts beeinflusste die aggressive Werbung für industriell gefertigte Säuglingsmilch weltweit die Mütter und Eltern. Kinder wurden nicht mehr gestillt, weil durch die Werbung suggeriert wurde, Flaschenmilch sei besser. Vor diesem Hintergrund hat die WHO 1981 einen internationalen Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzpräparaten verabschiedet und die Mitgliedstaaten aufgefordert, diesen in geeigneter Weise umzusetzen. 2008 hat die Schweiz die WHO-Vorgabe mit der Aufnahme des Werbeverbotes ins Gesetz nur teilweise umgesetzt. Verboten wurde die Werbung für Säuglingsanfangsnahrung, nicht aber für Folgenahrung. Weil die Verpackung von Anfangs- und Folgenahrung fast identisch ist, wird mit der erlaubten Werbung für Folgenahrung immer auch nicht erlaubte Werbung für Anfangsnahrung gemacht. Das Werbeverbot für Anfangsnahrung wird umgangen.

In der Motion geht es nur darum, diese Umgehung zu verhindern. Es geht nicht darum, den Eltern vorzuschreiben, wie sie ihr Kind ernähren. Eltern entscheiden, wie sie das tun möchten. Es geht einerseits darum, dass das bestehende Gesetz nicht umgangen wird, und andererseits darum, die WHO-Vorgaben zu einem weiteren Teil umzusetzen. Die WHO fordert ein Werbeverbot für alle Kindernahrungsmittel für Kinder bis 36 Monate. Die vorliegende Motion beinhaltet nur ein Werbeverbot von Säuglingsmilch für Kinder bis 12 Monate. Auch mit dem erweiterten Werbeverbot ist die Forderung der WHO noch nicht umgesetzt. Der Bundesrat schreibt in seiner Antwort, Folgenahrung müsse sich gemäss Verordnung in der Kennzeichnung deutlich von Säuglingsanfangsnahrung unterscheiden.
Das BLV bemüht sich zusammen mit den Kantonen darum, dass die Anforderungen umgesetzt werden. Ich anerkenne diese Bemühungen, bedanke mich dafür und ziehe deshalb die Motion zurück." 

 

Bundesrat Alain Berset:


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"Sie haben recht, Frau Feri: Aktuell besteht unbestrittenermassen ein Problem und dieses muss angegangen werden. Am 15. Oktober findet ein Treffen mit Branchenvertretern statt; es geschieht also etwas. Die Gesetzgebung ist klar, ihre Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig. Vom Treffen erhoffen wir uns, eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Aber es gilt klar festzuhalten: Gelingt dies nicht, müssen wir die Kantonschemiker auffordern, auf eine striktere Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu achten. Und sollte auch das nicht genügen, wäre vielleicht eine Anpassung der Verordnung ins Auge zu fassen. Wir hoffen jedoch sehr, mit der betroffenen Branche eine tragfähige und robuste Lösung zu finden, was im Moment noch nicht der Fall ist."


Oktober 2019

Antwort des Bundesrates zur Interpellation Yvonne Feri: Gefahren beim direkten Tausch von Frauenmilch

19.3674 Interpellation:

Spitäler in der Deutschschweiz verfügen über Frauenmilchbanken, deren Spendermilch ausschliesslich für Frühgeborene in den entsprechenden Spitälern zur Verfügung steht (in der französischen und italienischen Schweiz gibt es keine Frauenmilchbanken). Parallel dazu gibt's immer häufiger den direkten Tausch von Frauenmilch, der über informelle Online-Milchtauschplattformen organisiert ist.

Diese inoffiziell mehrheitlich direkt von Mutter zu Mutter weitergegebene Frauenmilch ist im Gegensatz zu derjenigen in Frauenmilchbanken der Spitäler nicht pasteurisiert und auch nicht auf Krankheiten, Bakterien oder Viren getestet. Diese können jedoch, analog der Übertragung durch Blutprodukte, auf den Säugling übertragen werden.

Auf Online-Plattformen für die gemeinsame Nutzung und den Verkauf von Milch finden sich unterschiedliche Informationen, keine Qualitätskontrollen und ein Mangel an Haftung. Benutzerinnen und ihre Kinder übernehmen sämtliche Risiken beim Austausch von nicht pasteurisierter Frauenmilch.
Muttermilch versorgt das Kind mit Immun- und Abwehrstoffen und schützt es so vor Krankheiten. Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko, übergewichtig zu werden. Stillen vermindert zudem das Risiko für Kreislaufkrankheiten und Bluthochdruck. All diese Vorteile gelten selbstverständlich auch für Spendermilch - jedoch mit dem potentiellen Risiko einer Krankheitsübertragung oder einer unsachgemässen Lagerung. Befragte Mütter beurteilten die Vorteile des Milchaustausches höher als die Risiken und bevorzugten fremde Frauenmilch gegenüber Muttermilchersatzprodukten.

Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

1. Welche Haltung hat der Bundesrat im allgemeinen zu Frauenmilchbanken?
2. Wie können die Risiken des direkten Frauenmilchtauschs vermindert werden?
3. Braucht es Vorgaben oder gesetzliche Grundlagen für den geschilderten Frauenmilchtausch?
4. Wie können die Mütter und Väter über die Risiken und Gefahren bei "Frauenmilchtausch" für das Baby aufgeklärt werden?
5. Wie können die Säuglinge geschützt werden?

Antwort des Bundesrates vom 28. August 2019:

1. Der Bundesrat unterstützt die optimale Gesundheit und Ernährung von Müttern und Kindern und anerkennt, dass Frauenmilch für alle Säuglinge unbestritten eine ausgezeichnete Nahrung ist. Aus diesem Grund begrüsst der Bundesrat die Bestrebungen verschiedener Spitäler, Frauenmilchbanken aufzubauen. Hingegen ist der Bundesrat skeptisch gegenüber privaten Online-Milchtauschplattformen, da es fraglich ist, ob hier die nötige Qualität der Produkte garantiert werden kann.

2. Wie von der Interpellantin beschrieben, birgt der Austausch von Frauenmilch verschiedene Risiken, weil unklar ist, ob die Hygienevorschriften eingehalten sind und aufgrund einer möglichen Übertragung von Krankheiten. Der Bundesrat begrüsst daher die Entwicklung von allgemein anerkannten Qualitätsmassstäben, wie zum Beispiel diejenigen der Schweizerischen Gesellschaft für Neonatalogie (www.swiss-paediatrics.org/sites/default/files/paediatrica/vol21/n4/pdf/19-24.pdfpdf). Wichtig erscheint ihm zudem, dass die Milchbanken von Spitälern oder nicht gewinnorientierten Organisationen, die eine den Spitälern gleichwertige Qualitätssicherung gewährleisten können, betrieben werden.

3. Sowohl Frauenmilch wie auch die Weitergabe via Online-Milchtauschplattformen können grundsätzlich vom Lebensmittelgesetz (SR 817.0) erfasst werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit BLV und das Bundesamt für Gesundheit BAG sind gegenwärtig mit der Stillförderung Schweiz im Dialog, um zu klären, ob die Weitergabe von Frauenmilch in Spitälern an Frühgeborene im Lebensmittelrecht geregelt werden soll oder ob es weitere rechtliche Grundlagen braucht.

4. und 5. In erster Linie liegt die Verantwortung bei den Eltern, sich über mögliche Risiken bei Frauenmilchtausch via Online-Plattformen zu informieren. Der Bundesrat sieht jedoch die Möglichkeit, dass die Stillförderung Schweiz im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit mit dem für die Thematik zuständigen BLV und das BAG, Eltern über die möglichen Risiken vermehrt aktiv informieren.

August 2019

Brauchen gestillte Babys bei heissen Temperaturen Wasser?

Nein, solange das Kind bei heissem Wetter häufig und nach seinem Bedarf an der Brust trinken darf, benötigt es keine weitere Flüssigkeit.

Muttermilch besteht zu 88 % aus Wasser. Ein gestilltes Baby erhält also genügend Flüssigkeit, um seinen Durst zu stillen. Gleichzeitig liefert ihm die Muttermilch aber auch noch alle lebenswichtigen Nährstoffe.
Häufige, kurze Stillmahlzeiten an beiden Brüsten liefern eine eher wasserhaltige Milch mit niedrigem Fettgehalt, die ideal zum Löschen des Dursts ist. Je länger die Stillmahlzeit dauert, desto höher wird der Fettgehalt der Milch und sättigt.
Zusätzliche Gaben von reinen Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee sind also unnötig.
(Babys im Alter zwischen sechs und zwölf Monaten, die bereits Beikost bekommen, können zum Essen eine kleine Menge Wasser erhalten.)

Juni 2019


Mikrobiom in Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit

Fachtagung am 29. August 2019, nachmittags in Zürich

Der Mensch lebt mit einer grossen Anzahl Bakterien zusammen, welche unser Mikrobiom bilden. Die Vielfältigkeit des Mikrobioms ist eng verknüpft mit dem köpereigenen Immunsystem, Immunfunktionen entwickeln sich im Wesentlichen erst unter dem Einfluss der Mikrobiota. Drei Vorträge an der Fachtagung von Stillförderung Schweiz beleuchten die Erkenntnisse des Mikrobioms in Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit.

Weitere Informationen und Anmeldung >>

Juni 2019
 

 

Wie beeinflussen Dauer des Mutterschaftsurlaubs und Schutz stillender Mütter am Arbeitsplatz die Stilldauer?

Stillen nach Wiedereintritt in die Arbeitswelt ist ein aktuelles Thema in unserer Gesellschaft. Seit 2014 enthält das schweizerische Arbeitsgesetz explizite Vorschriften zum Schutz stillender Mütter am Arbeitsplatz. Diese beinhalten entlöhnte Stillpausen und einen geeigneten Raum zum Stillen oder Abpumpen von Muttermilch. Ob dieses Gesetz die Vereinbarkeit von Stillen und Erwerbstätigkeit effektiv verbessert, wurde bislang nicht systematisch untersucht. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der Fernfachhochschule Schweiz plane ich eine entsprechende Befragung erwerbstätiger Mütter. Für aussagekräftige Resultate bin ich auf die Hilfe Ihrer Klientinnen angewiesen. Möchten Sie Ihre Erfahrungen gerne mit mir teilen und zur aktuellen Debatte beitragen? Die überschaubare Online-Umfrage wird diesen Sommer durchgeführt.

Bei Interesse oder für weiterführende Informationen melden Sie sich unverbindlich bis Anfang Juli 2019 bei: stillen_am_arbeitsplatz@hotmail.com.

 

Juni 2019

Wir sind bereit für die Weltstillwoche 2019

Die Weltstillwoche steht 2019 unter dem Motto «Eltern unterstützen, Stillen erleichtern!» und findet in der Schweiz vom 14. bis 21. September statt.

Ab sofort kann das Material für Aktivitäten während der Weltstillwoche bestellt werden. Allen Personen, Verbänden und Unternehmen, die eigene Veranstaltungen planen, stellt Stillförderung Schweiz Karten, Plakate und Hüllen für das Gesundheitsheft zur Verfügung.

Die Hüllen für das Gesundheitsheft wurden in diesem Jahr in der Schweiz gedruckt und von der Stiftung Contact genäht.
Neu gibt es dieses Jahr auch ein Zusatzplakat A4 mit der Zusammenfassung der Rechte als stillende Mutter am Arbeitsplatz

Hier geht es zur Bestellung >> ; die Auslieferung erfolgt ab August.

Weitere Informationen >>

Mai 2019

 








Der Jahresbericht 2018 ist online.

Der Jahresbericht bietet eine Übersicht über unsere Aktivitäten im Laufe des Berichtsjahres, welche unser Engagement für das Stillen widerspiegelt.

Mit der Publikation unseres Jahresberichts verbinden wir ein grosses Dankeschön an unsere Partner für die gute Zusammenarbeit und die wertvolle Unterstützung, allen voran verschiedene Fachgesellschaften, Spitäler, Bundesämter und Gesundheitsförderung Schweiz.


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April 2019
 

 

Yvonne Feri als Präsidentin des Stiftungsrates von Stillförderung Schweiz gewählt

An seiner Sitzung vom 5. April 2019 hat der Stiftungsrat von Stillförderung Schweiz die Nationalrätin Yvonne Feri als neue Präsidentin gewählt. Gleichzeitig wurden auch alle bisherigen Mitglieder des Stiftungsrates im Amt bestätigt.
Der Stiftungsrat hat Yvonne Feri zur neuen Präsidentin gewählt. Sie tritt die Nachfolge der langjährigen Präsidentin Ursula Zybach an. Yvonne Feri ist seit 2011 im Nationalrat und Mitglied der eidgenössischen Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit. Sie ist unter anderem Präsidentin von Kinderschutz Schweiz, Beirätin im Förderverein für Kinder mit seltenen Krankheiten, Beirätin des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte und Präsidentin des Vereins für soziale Gerechtigkeit.
Yvonne Feri will sich mit Stillförderung Schweiz engagieren für optimale rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen für das Stillen und sich dafür einsetzen, dass möglichst viele Kinder während 4 bis 6 Monaten nach Geburt ausschliesslich gestillt und nach Einführung der Beikost weitergestillt werden. «Das gesellschaftliche Umfeld soll so gestaltet werden, dass Stillen möglich ist für alle, die dies wollen», konstatiert Yvonne Feri. «Keinesfalls soll auf die Frau ein Druck zum Stillen ausgeübt werden.»

zur Medienmitteilung >>

April 2019

 

Swiss Public Health Conference  2019 - Child and Adolescent Public Health

28. + 29. August 2019 - ZHAW, Winterthur
Frühförderung und Prävention zahlen sich aus. Gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen und Verhalten im Kindesalter haben einen grossen Einfluss auf spätere Gesundheit und Zufriedenheit im Leben. So ist unbestritten, dass ungleicher Zugang zu Gesundheitsvorsorge und Bildung während der frühen Kindheit zu Ungleichheit in Fähigkeiten, Leistungen, Gesundheit und allgemeinem Erfolg im Erwachsenenleben führen. Weiterlesen >>

März 2019

SRF 1 - Einstein vom 14. März 2019

Die Geheimnisse der Muttermilch >>

"Muttermilch ist das älteste Nahrungsmittel der Welt und steckt voller wichtiger Inhaltsstoffe. Nicht nur für Babies ist der Wundertrank gut - Muttermilch wird auch gegen Krebszellen eingesetzt. Nun will die Forschung ihre Geheimnisse lüften."

März 2019

SRF 1 - 10vor10 vom 14. März 2019

Auch in der Sendung 10vor10 >> ist Muttermilch ein Thema. Unsere Stiftungsrätin und Präsidentin des Fachbeirates PD Dr. med. Katharina Quack Lötscher gibt Auskunft.

März 2019

SRF 1 Treffpunkt vom 14. März 2019

Die Muttermilch ist viel mehr als blosse Ernährung >>

Unsere Noch-Stiftungsratspräsidentin Ursula Zybach im Gespräch in der Sendung Treffpunkt auf Radio SRF 1.

März 2019


Ab sofort auch gedruckt erhältlich:

 

 
Faltblatt Beziehung Vater-Baby: Du willst das Beste für dein Baby. Gib's ihm!

Februar 2019

Stillen in der Schweiz: Mythos und Realität

Interview mit zwei Stillberaterinnen von der Stillberatung des Universitätsspitals Bern (swissinfo.ch) >>

Februar 2019

Ursula Zybach tritt zurück

Die langjährige Präsidentin von Stillförderung Schweiz, Ursula Zybach, tritt auf Ende der aktuellen Amtsperiode im April 2019 zurück. Für die Nachfolge stellt sich Nationalrätin Yvonne Feri zur Verfügung.
Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2000 begleitete Ursula Zybach Stillförderung Schweiz, den Stiftungsrat präsidiert sie seit 2007. Sie brachte in diesen 18 Jahren viele wertvolle Impulse ein und trug mit ihrem Wissen und der breiten Erfahrung massgeblich zur Entwicklung der Stiftung bei. Von der breit eingesetzten Stillbroschüre über den Sach-Comic «Neuland» bis zu Infomaterial auch für Väter und Merkblättern in Tamilisch, Arabisch, Albanisch und vielen weiteren Sprachen: Ursula Zybach hat die ganze Bandbreite des Themas Stillförderung berücksichtigt und zur Geltung gebracht. Ihr grosses Engagement für die Stiftung wird uns fehlen.

Es freut uns sehr, dass sich als Nachfolgerin von Ursula Zybach die Aargauer Nationalrätin Yvonne Feri für das Präsidium zur Verfügung stellt. Yvonne Feri hat sich auf nationaler Ebene bereits für Anliegen von Stillförderung Schweiz eingesetzt, so etwa mit einem Vorstoss zur Beschränkung von Werbung nicht nur für Säuglingsanfangsmilch, sondern auch für Folgenahrung.

Januar 2019

Antwort des Bundesrates vom 30.11.2018 auf die Motion Maya Graf

"Der Nutzen von Stillen und dessen Förderung sind anerkannt. Stillen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes. Aus diesem Grund wird den erwerbstätigen Müttern nach dem Mutterschaftsurlaub das Stillen am Arbeitsplatz ermöglicht.

Die arbeitsrechtlichen Regelungen von Artikel 35 und 35a des Arbeitsgesetzes (ArG; SR 822.11) mit den dazugehörigen Ausführungsbestimmungen tragen der besonderen Situation stillender Mütter Rechnung: Der stillenden Mutter ist die erforderliche Zeit zum Stillen frei zu geben und ein geeigneter Raum zur Verfügung zu stellen. Zudem hat sie seit dem 1. Juni 2014 Anspruch auf entlöhnte Zeiten für das Stillen (oder Abpumpen der Milch) während des ersten Lebensjahres des Kindes. Abhängig von der täglichen Arbeitszeit ist ihr für 30, 60 oder 90 Minuten pro Tag, welche sie für das Stillen oder Abpumpen benötigt, der normale Lohn zu bezahlen (Art. 60 Abs. 2 der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz [ArGV 1; SR 822.111]). Diese Regelung konkretisiert den Inhalt des von der Schweiz ratifizierten Übereinkommens Nr. 183 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über den Mutterschutz, insbesondere Artikel 10 des Übereinkommens, der bezahlte Stillzeiten für stillende Mütter vorsieht.

Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die heutige Kostentragung für Stillzeiten im Rahmen des arbeitsrechtlichen Sonderschutzes und der generellen Fürsorgepflicht der Arbeitgebenden für ihre Angestellten liegt und nicht zu den Aufgaben der Erwerbsersatzordnung (EO) gehört, welche den entgangenen Verdienst bei längeren Ausfällen wegen Dienstleistung oder Mutterschaft kompensiert. Eine Erwerbsersatzregelung würde zu Kostenfolgen für die EO von jährlich rund 60 Millionen Franken führen. Diese Kostenschätzung basiert auf der Statistik des EO-Registers 2017 (Mütter mit Mutterschaftsentschädigung) unter Berücksichtigung der reduzierten Erwerbsquote von Müttern nach der Geburt. Aufgrund der kurzen Arbeitsunterbrüche für das Stillen wäre die Durchführung der EO zudem nur unter absolut unverhältnismässigem Aufwand in der Lage, die Anspruchsberechtigung zu überprüfen."

November 2018

Neu für Väter

Väter haben heute eine anspruchsvolle Aufgabe: Einerseits tragen sie mit ihrem Einkommen nach wie vor fast drei Viertel der Verantwortung für die materielle Sicherheit der Familie. Andererseits sollen sie präsente und kompetente Väter sein. Das ist eine grosse Herausforderung. In Zusammenarbeit mit männer.ch ist ein neues Faltblatt mit Informationen für Väter entstanden.

Du willst das Beste für dein Baby. Gib's ihm! >>>


November 2018

Motion Maya Graf: Bezahlte Stillpausen sollen durch die Erwerbsersatzordnung EO finanziert werden

Der Bundesrat wird mit der Motion 18.4061 beauftragt, die Erwerbsersatzordnung dahingehend anzupassen, dass die heute durch den Arbeitgeber/Arbeitgeberin bezahlten Stillpausen neu durch die Erwerbsersatzordnung finanziert werden.

Die bezahlte Stillzeit geht momentan vollständig zu Lasten des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin. Nebst organisatorischen Herausforderungen sind daher auch finanzielle Einbussen bei den Arbeitgebenden oft ein Hindernis, die bezahlten Stillpausen zu ermöglichen. Vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben wäre daher bei einer Übernahme der Kosten durch die EO eine positivere Einstellung der Arbeitgebenden zu den bezahlten Stillpausen zu erwarten.

Oktober 2018

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